Es war nur eine Frage der Zeit

Es war nur eine Frage der Zeit
bis mein Wille sich befreit.
Nun macht er sich bereit,
alle Geschütze sind aufgereiht.

Ich bin es satt eine Maske zu tragen
und keine Entscheidung zu hinterfragen.
Meine Neugier zu begraben
und weiter drauf zu laden.

Es ist soweit die Wände durchzubrechen
und mein unterdrücktes Ich zu treffen.
Meine Eigenschaften mit anderen messen
und die Luft zu testen.

Hoffentlich werde ich akzeptiert
und keiner reagiert borniert.
Mein Verhalten war so lange frisiert
so viel war nur insziniert.

©K.Blanz

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Schleichender Einfluss

Unter der Haut,
richtig untergetaucht.
Mit Worten verewigt
meine Seelen-Predigt.

Hat sich festgebissen,
alles bestehende zerrissen
und gab mir ein neues Gewissen
ganz schön gerissen.

Darf ich es wagen
ganz offen zu fragen
ohne mich sozial zu begraben?
Oder lieber eine Maske tragen?

In mir loderte ein Feuer
zu helfen war nicht teuer.
Ich fühle mein versagen
schwindende Loyalität zu den Farben.

©K.Blanz

Misstrauen

Ihr habt schon ewig kein Gedicht von mir bekommen. Ich hatte Angst verlernt zu haben wie das funktioniert und ich muss zugeben, es ist mir schwerer gefallen als noch vor einem halben Jahr. Kreativität lässt sich also trainieren wie einen Muskel.


Da gibt es etwas
etwas das mich lenkt
und mir nichts schenkt
ein wachsames Das.

Ein Gespräch, ein Blick
ich schwöre, das ist kein Trick
irgendwann brichts mir das Genick
am nchsten Morgen schau ich nicht zurück.

Ich bin interessiert
und völlig amüsiert
das gehört ausprobiert
möchte das es funktioniert.

Fühle mich von ihm angezogen
das ist nicht gelogen.
Trotzdem werde ich ihn nicht verschonen
ich bin so verlogen.

Das kann nicht wahr sein
ich bilde mir das alles ein
da war keine Elektrizität
die hat der Alkohol gesäht.

Also bleibe ich stark
auch wenn ich ihn mag
lieber jetzt Kontakt abbrechen
als später in mein Herz zu stechen.

Ich kann ihn nicht vergessen
von Innen ganz zerfressen
doch das ich abgehakt
mein Misstrauen tagt.

©K.Blanz

Versteck

Es ist so einfach sich zu verstecken
vor Gefühlen
vor Verpflichtungen
vor Verantwortung
vor Familie
vor Freunden.

Es ist so einfach sich hinter einer Maske zu verstecken
hinter Bäumen
hinter Schatten
hinter dir.

In einem Kaninchenloch verharren
warten bis es vorüber ist.
Doch halte ich mich für einen Narren.
So einfach macht es mir das Leben nicht.

Stellen muss ich mich,
den Gefahren des Tages.
Hinaufblicken in den Rachen
des unterschütterlichen Drachen.

Es hat mein Leben vollkommen im Griff
dort sind so viele Dinge die ich vermiss
Entspannung, Erholung, Erfolg
nichts davon ist mir hold.

So einfach die Augen zu verschließen
die kurzwährende Ruhe zu genießen
sich zu vergewissern in der Zeit
dem grausamen Tod geweiht.

©K.Blanz