[Rezension] A Court of Thorns and Roses von Sarah J. Maas

Cover

Diesem Buch konnte man eine Zeit lang nicht aus dem Weg gehen. Gefühlt jede Person hat ein Bild von ihm gepostet, seine Rezension veröffentlicht oder in die Liste der bisherigen Lieblinge gepackt.
Ich habe letztlich nachgegeben und es mir zugelegt. Oh und die Übersetzung ist nun auch schon seit einer Weile raus. Falls ihr es nicht schon erkannt habt, es handelt sich um „Das Reich der sieben Höfe“.

Inhalt: Fayre kümmert sich seit langer Zeit um ihre Familie. Ihre zwei Schwestern die das Geld lieber für Schnick Schnack ausgeben, anstatt für Notwendiges und ihren humpelnden Dad, der sich nicht bemüht das Haushaltsgeld aufzustocken. Also hat sie das übernommen. Sie geht im Wald jagen, weidet die toten Tiere aus und häutet sie. Eines Tages bringt sie einen Fae in Gestalt eines Wolfes um. Fae sind mächtige magische Wesen die hinter der Mauer leben, die sich zwei Tagesreisen von ihrem zu Hause befindet. Als Tribut muss Fayre mit auf Tamlins Land und den Platz des Fae einnehmen. Geheimnisse, Masken, Intrigen und auch langsam wachsende Liebe erwarten sie.

Meinung: Das Buch ist ja sehr vage an das Märchen „Die Schöne und das Biest“ angelegt. Die Elemente des unfreiwilligen Umzugs und das Verschleiern der Gesichter durch Masken wurden wiederverwendet. Ich kann euch nicht sagen wieso, aber für mich hatte es auch ein bisschen was von Rotkäppchen. Fayre ist häufig im Wald, trifft auf einen Wolf und kümmert sich um ihre Familie die es alleine nicht kann.

Der weibliche Hauptcharakter hat eine Menge Eigenschaften zugespielt bekommen. Kratzbürstig, unsympathisch (am Anfang), misstrauisch, naiv und hart. Ich hatte meine Probleme mit ihr. Oft hat es sich so angefühlt, als ob sie nur etwas sagt um in Ruhe gelassen zu werden und es gar nicht so meint, ohne dass der Autor ein solches Verhalten im Off andeutet. Auf der einen Seite ist sie das taffe Mädchen, das sich um alles kümmert, auf der anderen Seite stellt sie sich hin und wieder als das arme, kleine Opfer hin. So war es zumindest als sie noch bei ihrer Familie war.

Danach ist sie einfach nur ein starrköpfiges Kind. Übertriebenes Aufbegehren und offene Naivität haben es mir schwer gemacht in die Geschichte rein zu finden.

Damit will ich nicht sagen, dass ich das Buch nicht gut finde. Es ist eine wirklich süße, neue Idee und in den meisten Aspekten auch gut ausgearbeitet. Ich konnte nur wenig mit Fayre anfangen.

Tamlin, sein Freund und die Gefolgschaft haben mir unglaublich gut gefallen. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass man richtig im Dunkeln getappt ist. Keine großen Hinweise, keine plappernden Angestellten, kein gutmütiger Tamlin der es mit versteckten Botschaften versucht oder ähnliches. Es lag allein am Leser wie er jede Szene interpretiert und abspeichert.

Die Liebesgeschichte ist so langsam von statten gegangen, dass ich mir manchmal nicht mal sicher war, wie es denn jetzt eigentlich dazu gekommen ist, dass Tamlin Fayre küsst. Es kam nicht aus dem Schwarzen heraus, nur gab es wenige Szenen oder eben zu nichtssagende Szenen die eine Annäherung der beiden klargemacht hätte.

Insgesamt ist das Buch jetzt nicht direkt eines meiner Lieblinge geworden, dafür hat es sich etwas zu sehr gezogen. Allerdings macht die erschaffene Welt der Autorin Lust sie weiter zu entdecken. Schließlich gibt es noch mehr Geheimnisse zu lüften. Mein momentaner Status, ob ich mir Band 2 zulege: Unentschlossen. Ob ich es euch empfehle? Jein. Richtige Fans von Maas, sollten sich das nicht entgehen lassen. Auch absolute Märchenfans werden ihre Freunde haben. Leser die es nur aus dem Hype heraus kaufen möchten, sollten es sich lieber vielleicht noch einmal überlegen oder die Leseprobe testen.

Sprache: Ich habe das Buch auf Englisch gekauft und muss euch warnen. Es sind einige Stolperfallen vorhanden. Für Neueinsteiger also nicht geeignet und Personen die schon ein oder zwei englische Werke hinter sich haben, sollten sich in Acht nehmen. Es sind nicht hauptsächlichen die Fremdwörter die hier Probleme schaffen könnten, sondern die Kombination mit dem Schreibstil macht dieses Buch zu einem etwas anspruchsvolleren Leseerlebnis.


Seite : 432
Preis: 7,99(TB) 3,49(eBook) 16,00(HC)
Verlag: Bloomsbury
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[Rezension] Alles, was du suchst von Marie Force

Alles, was du suchst
(Quelle: Fischer)

Die Cover der Serie versuchen schon lange mich zu verführen. Wie ihr seht, haben sie es endlich geschafft von mir nach Hause genommen zu werden. Nachdem ich so lange um sie herumgeschlichen bin war ich sehr gespannt auf den Inhalt.

Inhalt: Cameron hat ihr eigenes Geschäft zusammen mit ihrer besten Freundin aufgebaut. Sie programmieren und designen Websites für ihre Kunden. Die Finanzkrise hält sie jedoch noch immer fest im Griff. Ihre potenziellen Neu-Kunden die Abotts leben in einer Stadt ohne beständiges Internet oder Mobilfunk. Dort verliebt sie sich in den Eigenbrödler Will Abott. Doch ihre Beziehung hat keine Chance. Schließlich muss Cameron in zwei Wochen wieder zurück nach New York und Will wird sein Dorf, seine Familie nicht verlassen.

Meinung: Die ersten 200 Seiten habe ich mehr als genossen. Zwischen den Charakteren fliegen sofort die Funken und man verbrennt sich beim umblättern der Seiten förmlich die Finger. Will der zunächst etwas unbeholfen versucht Cameron altmodisch mit Geschenken den Hof zu machen und Cameron die das ganze erstmal grundsätzlich platonisch versteht. Es hat so viel Spaß gemacht die zwei zu verfolgen und ihre innerlichen Zerwürfnisse beim Wachsen zu beobachten. Wie sehr zwei Leute die aus einem so unterschiedlichen Leben kommen, trotzdem sofort eine Verbindung spüren ohne das es im Buch gezwungen gewirkt hat.

Cameron ist ein Kopfmensch. Sie denkt an alle Eventualitäten, rechnet jeden Schritt schon Tage vorher aus und achtet sehr darauf was andere von ihr denken. Je länger sie allerdings in der langsamen Stadt bleibt, detso mehr passt sie sich diesem Tempo an und die Meinung der Anderen steht nicht mehr an zweiter Stelle. Die Entwicklung ihres Charakters ging, meiner Meinung nach, genau im richtigen Tempo voran und sie hat auch nicht alle Eigenschaften für das Gegenteil eingetauscht, sondern viel auch behalten. Das hat alles unheimlich echt wirken lassen.

Will ist ein richtiger Knuddelbär. So putzig wie er versucht seine Gefühle zu sortieren und auch vor seiner Familie zu verbergen. Er hat 9 Geschwister, die allesamt neugierig sind. Man kann gar nicht anders als sich in die Abotts ein klein wenig zu verlieben. Herzlich, knuffig, brummig, forsch, nett und zuvorkommend. Eine Mischung die es in sich hat und den Leser in Beschlag nimmt. Die Interaktion und Beziehung der einzelnen Geschwister bekommt genug Raum, dass man sie alle ausreichend kennen und lieben lernt.

Nach den ersten 200 Seiten bin ich allerdings das erste Mal ins stocken geraten. Nicht der Inhalt hat das verursacht, sondern der Schreibstil. Einige Sätze klangen ziemlich abgehackt und unvollständig, aber da es so spannend war, habe ich dem zuerst keine Beachtung geschenkt.

Je weiter man in das Buch vordringt, desto öfter ist mir das allerdings aufgefallen. Szenen die mit zwei Sätzen abgefertigt wurden und andere die eine ganze Seite zuviel zugeschrieben bekommen haben. So war es dann der Fall, dass die Stimmung in den schönsten Momenten unterschlagen wurde und der Alltag sich unnötig gezogen hat.

Mir ging dabei auch ein wenig die Lust verloren. Ich habe versucht Pausen einzulegen in den Momenten die zu wenig Platz bekommen haben und diese etwas ausgeführt. An anderen Stellen habe ich probeweise ein paar Absätze übersprungen und gemerkt, dass ich nichts verpasst habe das wichtig sein könnte.

Insgesamt ist die Geschichte wunderschön und romantisch und vielleicht ein wenig kitsch. Die Geschichte nimmt sich nicht zu ernst oder versucht auch nicht mit dunklen Vergangenheiten zu punkten. Jeder einzelene Charakter ist mit Details ausgestattet die alles zusätzlich nocheinmal abrunden. Leider ist der Schreibstil an wenigen Stellen zu ruckartig oder die Szenen werden in manchen Fällen falsche Gewichtungen zugeordnet.
Auf jeden Fall kann ich sagen: Wenn ihr Lust darauf habt, kauft es. Der Inhalt macht einiges wett.


Seite: 512
Preis: 9,99 (TB) 7,99 (eBook)
Verlag: Fischer Verlag

[Rezension] PS: Ich mag dich von Kasie West

Dieses Buch wurde uns liebevoll von Ink Of Books und Ein Buch Kommt Selten Allein überreicht, die es wiederrum von dem Verlag bereitgestellt bekommen haben. Dankeschöön.

Inhalt: Lily kritzelt während des Unterrichts auf einem Tisch herum. Als sie das nächste Mal daran sitzt, scheint jemand geantwortet zu haben. Langsam entwickelt sich eine Brieffreundschaft zwischen den Beiden, ohne das sie wissen wer der andere ist. Die Verbindng wird immer stärker und irgendwann wird ihre Identiät kein Geheimnis mehr sein. Wie werden sie darauf reagieren?

Meinung: Gute Unterhaltung nach einem anstrengenden Tag. Es versüßt dir die Abendstunden, weil keinerlei Anstrengungen nötig sind um dem Inhalt zu folgen. Ihr hört hier keine Ironie. Solche Bücher braucht man einfach hin und wieder in stressigen Tagen oder Wochen. Sie helfen dir zu vergessen ohne etwas dafür zu verlangen.

Lily ist mittlerweile einer der typischen Figuren in Jugendromanen. Hat es nicht leicht, ist unglücklich in den Good Guy verliebt und hat einen Rivalen. Na? Wer weiß nach dieser Zusammenfassung auch schon das Ende?

Aber darum geht es nicht. Es macht Spaß Lily zu folgen, weil sie hin und wieder auch eine Melancholie zeigt, die in den richtigen Momenten die Emotion perfekt an den Leser bringen, zumindest meiner Meinung nach. Die Zettelchen der beiden haben mir unglaublich gut gefallen und somit auch wieder gezeigt, dass jeder Mensch sich ganz anders zeigt, wenn man nicht weiß wer der Gegenüber ist.

Den einen fällt es leichter alles von sich zu erzählen und die anderen werden noch vorsichtiger. Beide gehören der ersten Option an und sind im wahren Leben eher letzteres, jedoch auf unterschiedliche Weise.

Die Liebesgeschichte der beiden war für mich eher Nebensache. Mich hat mehr fasziniert und beschäftigt wie die Charaktere aufgebaut sind und was eine solche geheime Brieffreunschaft mit den beiden gemacht hat.

Dabei war es super schön zu lesen, wie sie sich außerhalb der Briefe kennengelernt haben, ohne zu wissen wer der andere ist und später dann auch in dem Wissen, dass sie es sind. Wie sie die Hürde überwunden haben und zu ihren Gefühlen am Ende stehen.

Eine ganz tolle Geschichte die, meiner Meinung nach, so viel mehr ist als eine erste große Liebe. Dabei bleibt alles so leicht formuliert und weich gezeichnet, dass die Veränderungen der Persönlichkeiten vollkommen normal wirkt. Ich leg es euch ans Herz, aber vielleicht wartet ihr noch auf die Taschenbuch-Version. Schont den Geldbeutel und das Buch hat auch nicht Dringlichkeitsstufe 1. 😀


Seite: 368
Preis: 17,99 (HC) 12,99 (eBook)
Verlag: Carlsen

[Rezension] Wiedersehen in Virgin River von Robyn Carr

Der zweite Teil der Virgin River-Reihe die ich entdeckt und dann bei reBuy gekauft habe, hatte bisher so einige Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Inhalt: Paige ist auf der Flucht. Vor ihrem Mann. Dabei landet sie unabsichtlich in Virign River. Von oben bis unter grün und blau, beschließt sie halt zu machen und sich auszuruhen. Schließlich hat ihr Sohn auch noch Fieber und sie muss sicher gehen, dass es nichts schlimmeres ist.
In dem einzigen Pub trifft sie auf Preacher. Der 2 Meter Mann nimmt die beiden sofort auf und bietet ihnen ein Zimmer an. Paige hat nicht vor lange zu bleiben, aber mit jedem Tag vergisst sie ihr Ziel etwas mehr… bis die Vergangenheit sie findet.

Meinung: Besser als der erste Teil. Es war immer noch etwas langatmig, aber es hat besser gepasst. Bis zur Hälfte des Buches dreht sich alles ausschließlich um das Pärchen und das Kind. Danach wird plötzlich aus allen möglichen Blickwinkeln erzählt. Jeder aus der Stadt hat seinen Auftritt. Die Nebencharaktere bekommen einen großen Wert zugeschrieben und Paige und Preacher werden zur Nebensache. Das hat mich unglaublich verwirrt, weil dadurch der rote Faden des Buches ein wenig verloren ging. Es gab keine richtige Handlung mehr. Richtung Ende hat sich das allerdings wieder gefangen.

Preacher, eigentlich John, hat mir sehr gut gefallen. 2 Meter Schrank von Mann, breite Schultern, Glatze, verschreckt alle. Aber so ein unglaublich lieber Charakter, dass es schon fast surreal ist. Wirklich gelungen geschrieben, vor allem, weil in so vielen Büchern die Klischees bedient werden und hier wird damit gebrochen.

Paige ist ein sehr glaubhafter Charakter. Trauma, Angst, Reaktionen. Es ist sehr authentisch und unglaublich traurig. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es so bei vielen im realen Leben läuft. Ohne gleich den neuen Partner zu finden 😀

Besonders gut hat mir gefallen, dass rechtliche Schritte, Paragrafen und anderes sehr genau erklärt werden. Vieles was ich gar nicht kannte.

Insgesamt kann ich also sagen. Die Reihe macht sich. Manchmal kann es verwirrend sein, aber die Details sind sehr gut recherchiert und die Spannung ist an den richtigen Stellen vorhanden.


Seiten: 464
Preis: 9,99 (TB) 8,99 (eBook)
Verlag: Cora Verlag

[Rezension] This Girl von Colleen Hoover

amazon.de

Die ersten beiden Bände um Will und Layken habe ich verschlungen. Bevor ich allerdings den dritten gelesen habe, habe ich etwas Zeit verstreichen lassen. Okay ich gebe es zu. Es war mehr als ein halbes Jahr. Ich wollte einfach nicht das es vorbei ist. Ich wollte noch ein paar Slams in der Hinterhand haben.

Inhalt: Will und Layken sind verheiratet und in den Flitterwochen. Doch es dauert nicht lange da wird Layken neugierig und fragt nach. Was dachte Will bei ihrem ersten Treffen? Als er sie abgewiesen hat? Während ihrer Trennung? Was ging in ihm vor? Und da er nicht mehr vor ihr weggerennen kann beantwortet er ihr alles. Die Vergangenheit noch ein zweites Mal zu durchleben ist nicht einfach, vor allem, wenn bisher ungesagtes ans Licht kommt.

Meinung: Noch nie habe ich während einer Reihe so geflennt und dabei auch noch Spaß gehabt. Das hört sich so abartig an wie es klingt. So bittersüß.

In diesem Buch wird es nicht viel neues für euch zu lesen geben. Es wird vieles wiederholt. Nur diesmal aus der Sicht von Will. Die ein oder andere Lampe ist endlich angegangen und ich will es nicht missen. Dieses Buch hat weitere Hintergrundinformationen geliefert und mich gefesselt. Innerhalb von 2 Sessions war ich fertig.

Bevor ich weiter schwärme, erläutere ich noch schnell den Aufbau. Um Gegenwart und Vergangenheit zu trennen wurden Zwischenüberschriften eingefügt. Sie switchen zwischen „Honeymoon“ und einem knackigen Namen der zu der Situation in der Vergangenheit passt. Sie unterhalten sich kurz, sind überglücklich bis Layken die nächste Frage stellt und Will anfängt zu erzählen.

Neue Slams! Noch einige neue Slams haben es in dieses Buch geschafft. So schön! Damit hatte ich nicht gerechnet. Einige habe ich einer Freundin geschickt, weil sie neugierig war. Ihr Kommentar: „Da wird man ja depressiv!“
Kann ich so jetzt nicht bestätigen. Sie haben mich gerührt und gleichzeitig auch immer etwas aufgebaut. Keine Ahnung wie Colleen Hoover das schafft.

Den einzigen Kritikpunkt den ich habe ist, dass das Buch nicht noch mehr Seiten hatte, in denen das Leben der beiden noch ein wenig weiter begleitet wird.

Normalerweise kaufe ich mir kein Buch das nicht viele neue Infos enthält. Also es eine Geschichte ist, die man schon aus dem vorherigen Buch kennt, nur aus der Sicht eines Anderen. Da tut sich ja momentan ein Trend auf. Das ist mein erstes Buch dieser Art und ich bin überaus positiv überrascht. Ich habe es geliebt.

Also wer sich das nicht kauft ist selbst dran schuld 😀

Sprache: Ich habe dieses Buch auf englisch gekauft. Natürlich gibt es das auch unter dem Titel „Weil wir uns lieben“ auf deutsch, aber ich hatte Angst die Slams könnten durch die Übersetzung an Kraft verlieren. Ob das tatsächlich der Fall ist, kann ich leider nicht beantworten, weil ich die deutschen Versionen nicht gelesen habe.
Zurück zur Sprache. Die Autorin hat so eine Art „klar“ zu schreiben, dass ich euch garantiere, dass ihr es nach den ersten Kapiteln verschlingen werdet, auch wenn es euer erstes englisches Werk ist. Keine Fremdworte und da ihr die ersten beiden Teile vielleicht sogar schon auf deutsch gelesen habt, wisst ihr ja schon vorher was passieren wird. Ein besseres Experiment, ob euch die englische Sprache in Literatur gefällt gibt es somit also kaum.


Seitenanzahl: 368
Preis: 8,99 (TB) 8,54 (eBook)
Verlag: Simon & Schuster Ltd
Reihe:
Slammed
Point of Retreat
This Girl

[Rezension] The Heir von Kiera Cass

The Heir Coveramazon.de

Seit 2015 hat dieses Buch, laut einem Aufkleber, auf mich gewartet. Ist mir gar nicht aufgefallen, dass es tatsächlich so lange gebraucht hat. Umso besser, dass ich es jetzt endlich getan habe.

Inhalt: Eadlyn ist die 18-jährige Tochte von dem Traumpaar Maxon und America. Die beiden haben sich vor 20Jahren bei der Selection kennen- und lieben gelernt. Heute soll ihre Tochter das Glück finden oder zumindest die Welt in Atem halten, damit das Königspaar mit ein paar Lösungen für die Probleme der Nation finden kann.
Eadlyn ist überhaupt nicht begeistert davon und geht das ganze sehr distanziert und geplant an. Wären da nicht ein oder zwei Jungs die ihr imponieren würden.

Meinung: Ich habe länger gebraucht als gewöhnlich um den „Inhalt“ zusammenzustellen. Andauernd ist mir schon eine Wertung mit reingerutscht. Es war wirklich schwer neutral zu bleiben.

Eadlyn? Eine der nervigsten, hochnäsigsten, uneinsichtigsten Charaktere die mir unter die Nase gekommen ist. Der behandelt den Boden auf dem sie läuft nicht wie heilige Erde? Dann ist er nichts wert. Weiß seine zukünftige Königin nicht zu schätzen. Er hat ihr widersprochen und untergräbt somit ihre Macht? Geht gar nicht, der muss weg. Etwas zu empfinden bedeutet schwach zu sein, also lieber richtig unsympathisch und kalt wirken. Das ist ihr Motto. Ehrlich, ich kann euch nicht sagen wie oft ich das Buch weggelegt habe um mich in meine Wut und Unverständnis weiter hineinzusteigern. Unfassbar.

Die Teilnehmer sind eine bunte Truppe. Von jeder Sorte hat man einen gefunden. Manche hatte man leider noch nicht richtig kennengelernt, da wurden sie auch schon wieder nach Hause geschickt. Wirklich Schade, weil so sehr viele Charaktere einfach leer blieben. Man kannte die Haarfarbe und den Namen. Mehr nicht.

Okay genug aufgeregt. Es gibt ja noch anderes zu erzählen. Zum Beispiel die Eltern. Maxon und America. Auf die war ich ja super gespannt. Immerhin habe ich ihre Geschichte mit Eifer und Freude verfolgt. Also hat es mich richtig gefreut, dass die beiden regelmäßige Auftritte bekommen haben. Allerdings haben sie sich mit der Zeit sehr verändert. Die Last auf ihren Schultern zeichnet sich auch in ihrem Verhalten wider. Meiner Meinung nach ist es der Autorin da sehr gut gelungen die beiden altern zu lassen.

Kyle, ein Junge der schon immer im Palast gewohnt hat, ist ebenfalls Kandidat und mein Liebling. Wahrscheinlich mögen wir ihn alle am meisten 😀 Schließlich ist er eine Leseratte und vertieft sich in Bücher mit dem Drang mehr von der Welt zu erfahren. Sein Charakter ist sehr gut gelungen. Manchmal habe ich mich dabei ertappt wie ich dachte „Kyle würde jetzt denken/sagen…“ Das ist doch ein eindeutiges Zeichen, dass die fiktive Person lebendig geworden ist, meint ihr nicht?

Nach dreiviertel des Buches wurde Eadlyn dann erträglich und sogar nett. Etwas stört mich allerdings das Ende des Buches. Weil es nicht ihre Entscheidung ist die sie da trifft. Sie macht das nur aus der Situation heraus. Wäre „es“ nicht passiert, hätte sie noch so weiter gemacht wie bisher.

Ob ich den zweiten Band kaufe? Ich habe keine Ahnung. Es hat mich so viel Überwindung gekostet dieses Buch anzufangen und zu beenden, dass ich nicht weiß wie lange der nächste Band hier stehen würde. Wenn ich „The Heir“ aus irgendeinem Grund noch einmal lese und es eine höhere Wertung geben würde als jetzt… dann würde ich es mir wahrscheinlich zulegen.
Euch empfehle ich es auszuleihen. Bei einem Mängelexempla zuzugreifen. Es ist sehr interessant, weil man die Leute aus den vergangenen Bänden wiedertrifft und die Politik wieder ins Licht gerückt wird. Klar, die Selection hat auch ihren schönen Momente und das letzte Viertel hat viel wieder wett gemacht, aber… Sagen wir es so: Man muss sich erst durch nerviges schlagen, bevor man zum Schönen kommt.

Sprache: Das Buch habe ich auf englisch gekauft und ist absolut als Erstling geeignet. Der Schreibstil ist sehr einfach und gut verständlich. Es wird einem nichts weltfremdes an den Kopf geworden ohne das es erklärt wird. Außerdem könnt ihr auch mal ein Wort nachschlagen ohne zu vergessen um was es ging, weil ihr euch vermutlich die ganze Zeit den Kopf zerbricht wie so ein Mädchen die Tochter von Maxon und America sein kann 😀


Seitenanzahl: 356
Preis: 7,99 (TB) 5,99 (eBook)
Verlag: Harpercollins Children’s Books

[Rezension] Der Duft des Sommers von Joyce Maynard

Der Duft des Sommers Cover

Wisst ihr, ich habe bestimmt an die 5x John Maynard gelesen. Ihr kennt doch sicherlich das Gedicht von dem Kapitän der all seine Gäste auf dem Schiff nach Buffalo gerettet hat, nur er hat es nicht geschafft. Ich habe das irgendwo auf einer CD in gerappter Version. Als ich das damals auswendig lernen musste, hatte ich es innerhalb kürzester Zeit drauf. Aber kommen wir mal wieder zurück zum Buch.

Inhalt: Adele lebt mir ihrem 13-jährigen Sohn Henry in einer Kleinstadt. Sie verlässt kaum das Haus, hat Angst vor allem. Henry darf auch nicht allzu viel machen und hat deshalb keine Freunde. Eine der wenigen Male als sie zusammen einkaufen gehen spricht ein Fremder den Jungen an. Sein Bein blutet stark und er bittet um Hilfe. Die beiden gewähren sie ihm und nehmen ihn mit nach Hause. Dort sagt er ihnen, dass er aus den Knast geflohen ist. Die nächsten 6 Tage verändern das Leben der drei Personen für immer. Weiterlesen