[Rezension] Ich schwöre von Marc Hudek

Das eBook habe ich schon im November von Literaturfest zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen lieben Dank an dieser Stelle. Leider habe ich es erst jetzt geschafft euch davon zu berichten. Aber es wird definitiv Zeit, dass ich euch davon erzähle. Die Thematik ist super spannend und das ist das erste Buch das ich gesehen habe, das so etwas behandelt.

Inhalt: Lenny ist Sportstudent und weiß noch nicht so genau was er mit seinem Leben anfangen soll. Seine Freunde Yussuf und Faris sind die Einzigen mit denen er reden kann. So lange bis Omar auftacht und anfängt über den Islam zu reden. Plötzlich sind seine Freunde mehr daran interessiert dem Koran zu folgen und in den Krieg zu ziehen als an ihrem guten Leben in Deutschland. Was macht man, wenn seine Freunde sich von solchen Predigern einlullen lassen?

Meinung: Leider muss ich gestehen, dass es viele Rechtschreibfehler gibt und das sehr von der Geschichte ablenkt. Kaum hat man sich in der Geschichte verloren, schon liest man den Satz zweimal um zu bestätigen, dass man das richtige Wort gelesen hat es aber so nicht da steht. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und das war am Anfang etwas seltsam, weil Lenny tatsächlich so denkt wie ein 20-jähriger, nicht wie man es aus den Romanen kennt mit literarischer Sprache.

Kommen wir zum Inhalt. Ich hatte ein wenig das Gefühl als würde der Autor alles mögliche zur Sprache bringen wollen. Homosexualität, Behinderung und schließlich die Religion. Meiner Meinung nach war das ein bisschen zu viel. Die Religion hätte locker alle Seiten füllen können und dann noch ein bisschen mehr.

Ich finde es ziemlich gut gemacht, dass Lenny sich mit dem Thema nicht alleine auseinandersetzt. Er befragt die Familien der beiden und einen Mann den er eigentlich nicht leiden kann, letztlich bezieht er sogar seine Freundin mit ein und versucht mit allen Mitteln dahinter zu steigen, was den beiden so sehr daran gefallen könnte als „Kanonenfutter“ zu enden.

Die Argumentation von Yussuf und Faris ist manchmal etwas wage und man hatte das Gefühl als wüssten sie die Wahrheit, aber wollten es sich nicht eingestehen. Einfach aus Prinzip damit sie nicht falsch liegen. Lenny im Gegensatz dazu ist für mich ein Charakter den ich mir auf jeden Fall im echten Leben vorstellen kann. Schüchtern, ein bisschen verpeilt und liebenswert.

Die Geschichte um die drei Freunde beginnt sehr schnell und nimmt noch an Fahrt auf. Ich könnte das Buch nicht aus den Händen legen und habe es in einem Rutsch verschlungen. Das Ende war nicht wie ich es erwartet hätte, aber von klassisch ist es auch weit entfernt.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Buch aufgrund der Thematik weiterempfehlen würde. Allerdings muss ich hinzufügen, dass ihr vielleicht noch etwas warten solltet, bis die Fehler korrigiert worden sind.


Preis: 2,99 (eBook) 9,99 (Buch)
Seitenanzahl: 216 Seiten
Verlag: tredition

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