[Rezension] Neubeginn in Virgin River von Robyn Carr

Cover Neubeginn in Virgin River(Bildquelle: amazon.de)

Dieses Buch habe ich mir mal vor einiger Zeit bei rebuy gekauft. Es klang so interessant, da konnte ich nicht widerstehen. Außerdem klingt es nicht nur vielversprechend, sondern ist auch eine Reihe von 15, oder mehr, Büchern die ich suchten könnte. Mal sehen was aus dieser Idee geworden ist.

Inhalt: Mel hat ihren Mann verloren und plötzlich ist die Großstadt der letzte Platz an dem sie sein möchte. Auch ihre Arbeit in der Notaufnahme und der ständige Adrenalinkick, wenn eine Überdosis, Schussverletzungen oder Unfallopfer gebracht werden, versprechen nicht mehr denselben Reiz wie vorher.
Deshalb freut sie sich auf ihren neuen Job in Virgin River. Einem ganz kleinem Dorf. Dort braucht der Hausarzt ein bisschen Unterstützung, weil er in die Jahre kommt. Doch ein freundlicher Empfang sieht anders aus. Nur langsam kommt sie mit den neuen Bedingungen zurecht. Eine große Hilfe ist ihr dabei Jack, der Besitzer der einzigen Bar im Dorf.

Meinung: Ihr müsst zugeben, es klingt doch sehr verlockend, oder? Man hat sofort einen bestimmtem Verlauf der Geschichte im Kopf. Weiß wie es laufen sollte und freut sich auf eventuelle super süße Momente in denen man einfach nur schmelzen möchte.

Tja, Pustekuchen. Ich habe in die Geschichte nur schwer reingefunden. Die Charaktere blieben mir länger fremd als mir lieb ist. Wobei Mel gerne und oft in der Vergangenheit hängt und es nicht müde wird immer wieder das gleiche immer und immer wieder abzuspielen, ist Jack eine Bleistiftzeichnung ohne Inhalt.

Es dauert auch ewig bis etwas passiert. Ewig. Kapitellang wird aufgeräumt, über Anwohner gelästert, fernsehen geschaut oder sich weit weg gewünscht. Dann kommt es dazu, dass sie öfter bei Jack in der Bar vorbeischaut, aber reden? Was bedeutet dieses Wort? Mel zu schüchtern und verklemmt (okay, ihr Ehemann ist verstorben und sie hat Schuldgefühle, weil Jack eventuell ihr Interesse wecken könnte. Verstehe ich, aber so extrem?) und Jack ein wahrer Hinterwälder mit der passenden grimmigen Einstellung (zumindest am Anfang, dann wird er zum verspielten Tiger. Richtig putzig).

Ihr seht der Einstieg war nicht ganz einfach und ich habe richtig lange gebraucht um voran zu kommen. Doch dann nach etwas mehr als der Hälfte bekommt die Geschichte dann ein bisschen Tempo und alles wird so wie man es erwartet. Die süßen Momente. Die schmachtende Blicke. Die aufkeimende Liebe. Die skeptischen Anwohner die nett werden. Ein ausgesetztes Baby darf auch nicht fehlen, denn das ist zu Anfang der einzige Grund, weshalb sie nicht wieder gleich verschwindet. Als ausgebildete Hebamme wäre das unverantwortlich. Das sie sich ein Baby wünscht und sich quasi wünscht die Mutter taucht nicht mehr auf, ist da als Begründung natürlich zweitrangig.

Reinen Gewissen kann ich es euch nicht weiterempfehlen. Ich bin froh, dass ich den vollen Preis nicht gezahlt habe. Es hat zwar definitiv seine Momente und manchmal machen solche Szenen als wett, doch hier wiegt der lange Weg zu schwer um mit ein paar Seiten vergessen zu sein.


Verlag: mtb
Seitenanzahl: 449
Preis: 9,99 (Paper und eBook)

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