[Rezension] Ein Hauch von Schicksal von Lara Wegner

Endlich komme ich dazu euch zu verraten was dieses Buch mit mir angestellt hat. Ich habe es auf Facebook gewonnen und verschlungen. Leider war ich so im Stress, dass ihr erst mit einer Zeitverzögerung davon zu lesen bekommt.

Inhalt: Grace kann ihr Leben nicht leiden. Sie ist allein. Alle sind gestorben. Nur sie nicht. Sie will ein anderes Leben, egal welches. Mit diesem Gedanken und einem Familienamulett geht sie ins Bett und wacht am morgen im 17. Jahrhundert auf. Am Tag ihrer Hochzeit. Jedenfalls an dem Hochzeitstag der Person deren Platz sie eingenommen hat. So heiratet sie den Freibeuter Rhys. Anfangs noch verschreckt und voller Angst, bahnt sich langsam ein Happy End. Doch das Glück hält nicht lange. Das Paar wird entführt und gerät in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen, Macht, mentale Krankheit und Tod.

Meinung: Das habe ich nicht erwartet. Das Cover ist so wunderschön. Es verspricht so eine bittersüße, wunderschöne Zeitreisengeschichte zu werden. Doch das wird es nicht. Ganz und gar nicht. Es geht bergab, nicht mit dem Stil oder der Qualität. Ich meine es geht für die Charaktere in eine wüste, dunkle Zukunft mit der zumindest ich nicht gerechnet habe.

Zurück auf Anfang. In die Geschichte habe ich super gut reingefunden. Der Einstieg ist meiner Meinung nach sehr gut gemacht, weil auf eine unauffällige Art erzählt wird was passiert ist, ohne es wie eine bloße runterzählerei klingen zu lassen. Grace reagiert wie man es von sich selbst erwarten würde und sucht nach der Logik, die schnell verloren geht.

Als sie dann in der Vergangenheit aufwacht geht die Heirat ziemlich schnell. Etwas das ich sehr mochte. Es hätte nicht gepasst, wenn das noch lange gezogen worden wäre, weil der Einstieg schon so ausführlich war. Genial fand ich manche Gedankengänge von Grace und natürlich die Gespräche zwischen ihr und Rhys. Herrlich!

Rhys war mir gleich sehr sympathisch. Klar er ist brummig und wütend, weil die Hochzeit auch nicht seine Idee war, aber er  ist so… ernst. Auf eine Gute Art und Weise. Die beiden passen wirklich gut zusammen.

Und dann kam der Teil bei dem ich am liebsten aufgehört hätte. Wie kann man eine so potenziell schöne Geschichte so ins dunkle führen? Ist fast ein Verbrechen. Keine Frage, es ist spannend und gut geschrieben. Noch immer ein Page-Turner, aber es gab nicht eine Szene bei der ich nicht wütend den Kopf geschüttelt habe, weil alles so auswegslos erschien.

Dieses Buch ist keineswegs süß. Das Cover trügt ziemlich. Es zeigt die harte Realität der Zeit und den geringen Einfluss von Menschen die kein/wenig Geld haben. Allein beim schreiben, werde ich schon wieder wütend. Trotzdem schiele ich gerade zu meinem Bücherschrank und überlege, ob ich den Anfang als Gute- Nacht- Lektüre verwenden soll.

Dieses Buch empfehle ich mit Vorsicht weiter. Es hat ein paar brutale Szenen die für zart besaitete Menschen wahrscheinlich viel zu viel wären. Wer davor keine Angst hat und sich im klaren ist, dass die Liebesgeschichten für die meiste Zeit des Buches nicht im Vordergrund steht, sondern Sklaverei und Krankheit hat mit diesem Buch sicherlich seinen Spaß.
Die Charaktere, das Setting, der Schreibstil und die Handlung lassen nicht zu wünschen übrig. Es lässt sich hervorragend lesen, hält die Spannung, gibt kleine Atempausen und winzige Bröckchen damit man am Ball bleibt. Der Inhalt ist anders als erwartet, aber trotzdem gut.

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