[Rezension] Wie Sex und Liebe sich wieder finden von Rüdiger Dahlke

Wie Sex und Liebe sich wieder finden
Bild: randomhouse.de

Dieses Buch hat mir das Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank, dafür. Das Buch stand sehr lange auf meiner „Bei Erscheinungstermin ist es meins“-Liste. Letztlich hat es leider länger als gewünscht gedauert, bis ich euch davon berichten konnte.

Inhalt: In diesem Buch wird erörtert was Sex ist, was es beinhaltet, ob und wann Gefühle im Spiel sind. Ebenso geht es, wie im Titel schon angedeutet, um die Liebe. Die Liebe um die Liebe willen, die verschiedenen Arten der Liebe und ihr, fehlender, Zusammenhang mit dem Sex.

Meinung: Wer nicht gerne über Sex redet oder davon liest, sollte sich hiervon schleunigst fernhalten. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund. Er urteilt und stellt Thesen auf, die er mit der Vergangenheit und Gegenwart versucht zu belegen.

Es ist nicht einfach seinen Worten zu folgen. Er schreibt teils sehr verwirrend. Das Buch ist keinesfalls eine Bettlektüre vor dem schlafen gehen. Auch um die Zeit zwischen zwei Terminen zu überbrücken oder bei einer Zugfahrt hat es nichts verloren.

Dieses Buch verlangt einem die vollständige Aufmerksamkeit ab. Man muss genau lesen und zu verstehen was der Autor hier gerade wirklich sagen möchte. Manchmal klingt es wie ein winziger Einwand, aber dieser ist einfach nur gut mit Worten ummantelt worden und könnte alles gesagte wieder umwerfen.

Ich finde er hat eine sehr… seltsame Art die Dinge zu betrachten, manchmal hatte ich das Gefühl, dass er seine Aussagen zu sehr auf Vergangenes stützt und dabei vergisst wie es heute aussieht.

Das Buch soll sich ja darum drehen wie Sex und Liebe sich wiederfinden. Das setzt natürlich voraus, dass sie sich getrennt haben. Ich bin sicher, ihr habt das auch gemerkt und wenn es nur in den ganzen Bad Boy Romanzen ist. One Night Stands sind allgegenwärtig und das hat nichts mit Liebe zu tun.

Dort setzt er an und hat Ansichten…. Leute ich habe mich nie besser unterhalten gefühlt. Es war wahrscheinlich nicht seine Absicht, aber ich habe gelacht, geschmunzelt und den Kopf geschüttelt. Seine, an manchen Stellen, geschwollene Art zu schreiben hat mich mehr als einmal auf die Palme gebracht. Gerade deshalb konnte ich es wohl nicht aus der Hand legen.

Es hat mich über einiges aufgeklärt von dem ich keine Ahnung hatte und hat mir ganz neue Einblicke gewährt an die ich niemals gedacht hätte. Zusammenhänge die ich niemals entdeckt hätte.

Obwohl es teilweise recht anstrengend war seinem Schreibstil zu folgen, habe ich es recht schnell verschlungen. Es ist nicht das erste Buch, dass ich über dieses Thema lese. Einige waren super witzig gestaltet, andere waren Bierernst. Das hier hat sich seinen eigenen Ausdruck verdient: Eigentümlich. Denn alles was er beschrieben hat, kam völlig frei aus ihm gesprudelt, es gab keinerlei Quellenverzeichnis.

Ich mag es. Es hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber einiges werde ich bestimmt vor Freunden zum Besten geben. Und wenn ich das in Erwägung ziehe muss es Eindruck hinterlassen haben.

Ob ich es euch empfehle? Das kommt ganz auf euch an. Es ist ein wirklich eigensinniges Buch. Personen die sich damit nicht beschäftigen oder mal hineinschnuppern wollen ist es tatsächlich weniger zu empfehlen, da würde ich mit etwas witzigem anfangen. Allen anderen? Probiert es aus. Es wird euch auf jeden Fall eine Reaktion entlocken.


Seitenanzahl: 320
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99

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