[Greet & Read SPEZIAL] Zu Gast im Mannheimer „Leaf Food“

Hey Lesegemeinschaft,

am Freitag war ich auf einer Neueröffnung. Ein veganer Imbiss, der vergrößert und umgebaut hat. Ich möchte euch davon in dieser Rubrik erzählen, weil ich es mir natürlich nicht habe nehmen lassen nach Buchvorlieben zu fragen. Doch nicht nur das werdet ihr hier erfahren. Auch wie es dazu kam, dass ich dort hin bin und wie das Essen, sowie das Ambiente auf mich gewirkt hat.

 

Wie ich darauf gekommen bin?
Eine Freundin hat die Verantstaltung auf Facebook entdeckt und wollte unbedingt hin. Da wir allerdings keine Foodblogger sind, fand ich die Idee dort einfach aufzutauchen (Presse, Blogger und Freunde wurden eingeladen) etwas unpassend. Aber davon hat sie sich nicht abhalten lassen und hat einfach eiskalt bei den Leuten nachgefragt. So kam es, dass wir dort tatsächlich hin sind und darüber bin ich echt froh.

Wie ist das Ambiente?
„Leaf Food“ ist ein Imbiss, der schon von außen eine gewisse Anziehung ausübt. Zumindest empfinde ich das so.

Die Wände sind weiß gekachelt und das Mobiliar ist aus hellem Holz. Ich weiß, dass hört sich im ersten Moment etwas kühl an, aber die Leute haben es geschafft es gemütlich wirken zu lassen. Vielleicht liegt es an der Beleuchtung, die am Anfang völlig an mir vorbeiging. Jemand hat es als kreativen Kronleuchter beschrieben, ich hab da eher an eine rießige Spinne gedacht. Und eigentlich hätte ich ja schreiend davon laufen müssen, weil ich die Tierchen nicht in meiner Nähe wissen möchte, aber diese hier hat mir gefallen.

Leaf Food Innenraum Beleuchtung

Die Spinne besteht aus Glühlampen, die an ihren „Drähten“ hängen und irgendwie an der Decke befestigt wurden. Auf dem Bild seht ihr quasi den „Speiseraum“. Die Wände wirken noch etwas kahl, doch Dekoration (Bilder) wird bald folgen.
Um an sein Essen zu kommen geht man weiter nach hinten durch. Dort befindet sich ein Tresen, an dem man bestellt. Über den Köpfen hinterm Tresen ist die Speisekarte mit Kreide angeschrieben.
Man fühlt sich dort direkt willkommen. Dir wird ein Lächeln und ehrliche Freundlichkeit geschenkt.

Wie hat es dort geschmeckt?
Ich bin zwar kein Neuling in der veganen Welt, aber auch noch Meilenweit von einem Experten entfernt. Deshalb mach ich es kurz: Mir hat es richtig gut geschmeckt. Es gab, ich benenne es jetzt einfach mal, Linsen-Lasagne. Man hat sie sich selbst aus der Auflaufform herausgeschippt und portioniert. Dabei hat es tatsächlich noch schön gedampft. Ich kann jetzt nicht jedes Gewürz herausschmecken oder euch jede Zutat nennen. Was ich kann, ist euch zu verraten, dass es richtig lecker war und ich gerne mehr gegessen hätte. Meine abflauende Grippe und meine anhaltenden Verdauungsbeschwerden (in drei Wochen ist Diagnosezeit), haben mich leider davon abgehalten mir einen Nachschlag zu genehmigen oder die restlichen Speisen zu kosten.

Aber ich war ja nicht alleine dort. Dani alias SgtMeerkat hat einiges mehr geschafft zu essen und wird davon auch noch berichten. Es gab noch Maultaschen, Zwiebelbrot und einiges anderes, dass ihre Geschmacksknospen auf eine Reise geschickt hat.

Leaf Food Mannheim


Kommen wir jetzt dazu, was hier momentan verschlungen wird.

Roman Kress (Gründer/ Geschäftsführer) hat „Brainfood“ auf seinem Nachttisch liegen. Leider gibt es mehrere Bücher mit diesem Titel und da ich nicht ein falsches angeben möchte, erkläre ich euch einfach kurz was dieser Term bedeutet.
Damit ist Essen gemeint, dass bestimmte Nährstoffe enthält, die die Gehirnzellen anfeuern. Essen, dass die Erinnerung, Krativität und sogar Intelligenz unterstützen soll. Eine super interessante Thematik.

Simone (kümmert sich ums Marketing/ Germanistin/ super nett) hat gleich mehrere Titel am Start gehabt. Ich beschränke mich auf zwei. Was sie gerade liest und was sie empfiehlt.
Ihr Lesezeichen steckt gerade in „Selbst denken“ von Harald Welzer.

„Wie ist uns eigentlich die Zukunft abhandengekommen? Was war noch mal die Frage, auf die Fortschritt und Wachstum eine Antwort sein sollten? Und: Wie kann aus der Zukunft wieder ein Versprechen werden statt einer Bedrohung? Harald Welzers Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Es lotet die Abgründe des erdrückenden Konsumwahns…“

Was sie anderen empfiehlt beziehungsweise was zu ihren Lieblingen gehört nennt sich tatsächlich „Die Leiden des jungen Werther“ von Goethe.

Um was es dort geht, muss ich euch hoffentlich nicht erzählen. Ihr dürft überrascht schauen, ich habe es auch getan. Dieses Werk hat mir noch niemand genannt, wenn ich nach Lieblingen oder Empfehlungen gefragt habe. Sie hat es mit ihrem Germanistik Studium erklärt.

Björn Moschinski (unterstützt tatkräftig / möchte sich im Keller eine kleine Kochschule aufbauen und Kochvideos drehen / Autor) hat selbst ein paar Bücher auf den Markt gebracht. Als ich ihn dort gesehen habe, kam er mir irgendwie bekannt vor. Als ich dann erfahren hab, dass sein Gesicht auf seinen Büchern abgebildet ist, war das Rätsel gelöst. Ich habe Roman gefragt, welches Kochbuch er denn empfehlen könnte und schwupp saß ich mit Björn am Tisch. „Vegan kochen für alle“ ist seine erstes Kochbuch. „Vegan Quick and Easy“ das bald nicht mehr ganz neuste.
In seinen Büchern geht es darum vegan zu kochen mit regionalen Produkten vom Wochenmarkt oder auch Supermarkt. Es muss nicht immer eine komplizierte Einkaufsliste sein oder stundenlanges Vorbereiten mit grummelndem Magen. Es geht auch anders.
Auf die Frage hin, ob er denn auch selbst liest, schüttelt er den Kopf. Zu wenig Zeit und zum Abschalten tuts auch der Fernseher. Allerdings konnte er sich noch an sein letztes Buch erinnern. „Facebook macht blöd, blind und erfolglos“ heißt es und handelt davon, wie wir ohne nicht mehr können. Das kann ich nicht abstreiten, vor allem jetzt mit dem Blog. Aber es geht noch um einiges extremer und verstörender.


Ich kann euch nur empfehlen einmal dort vorbei zu schauen. Ihr bekommt nicht nur leckeres Essen geboten, sondern auch eine entspannte Atmospähre mit interessanten Menschen. Falls ich euch noch nicht neugierig genug gemacht habe, hier noch eine kleine Anekdote. Dieser vegane Imbiss war früher mal eine Metzgerei und dort wo wir heute futtern, hingen früher die Schweinehälften 😀 .

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5 Gedanken zu “[Greet & Read SPEZIAL] Zu Gast im Mannheimer „Leaf Food“

  1. Huhu!

    Das ist doch mal was interessant Anderes für einen Buchblog – und doch passend! Ich muss zugeben, auf den Bilder sieht es für mich nicht so gemütlich aus, aber das Essen klingt gut (ich bin zwar keine Veganerin, aber Vegetarierin) und der Service scheint ja sehr nett zu sein.

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfaht durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo,

    Beim ersten Bild dachte ich sofort an Metzgerei und das war es auch mal. Auch nicht schlecht. Mannheim ist von uns aus ziemlich weit weg, also eher unwahrscheinlich das ich dort hinkomme, aber ich teile deinen Artikel gerne, damit sich noch mehr Leser finden.

    LG Sonja

    Gefällt 1 Person

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