[Greet and Read] In der Uni-Bib

Kurz zur Erinnerung: [Greet and Read] ist eine Aktion, bei der ich Leute danach frage was sie gerade lesen. Im Januar habe ich einfach meine Freunde gefragt. Jeden Monat möchte ich an einem anderen Ort Leute befragen. Vorausgesetzt sie möchten.

Hey Lesegemeinschaft,

es ist erst der zweite Post bei dieser Aktion und schon kommt sie eine Woche verspätet… das verspricht lustig zu werden 😀

Wie ihr dem Titel schon entnehmen könnt habe ich mich diesmal durch die Bibliothek meiner Uni gefragt. Alle Studenten waren ausnahmslos bereit mir zu antworten und das obwohl ich sie vom studieren abgehalten habe. Hut ab und ein herzliches Dankeschön nochmal an dieser Stelle an euch.

Bei dem Post von Januar, habe ich öfter gesagt bekommen, dass ich damit locker zwei oder drei Beiträge hätte machen können, anstatt diesem einen. Das habe ich eingesehen, es waren wirklich sehr viele Bücher die ich vorgestellt habe. Deshalb habe ich hier für euch einen kleineren Happen zusammengestellt.

Die ersten beiden Bücher kommen von zwei ganz lieben Mädels, die sich richtig Mühe gegeben haben mir eine Antwort liefern zu können.

Wer den Wind säht von Michael Lüders

Cover des Buches 'Wer den Wind sät'

„Es geht um die politische Lage im Osten. Ich finde es sehr informativ und interessant. Um jedoch alles zu verstehen muss man selbst dazu recherchieren. Leider bin ich momentan in der Klausurphase und habe es schon lange nicht mehr weitergelesen.“

Wer den Wind sät, wird Sturm ernten – Michael Lüders beschreibt die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten seit der Kolonialzeit und erklärt, was sie mit der aktuellen politischen Situation zu tun haben. Sein neues Buch liest sich wie ein Polit-Thriller – nur leider beschreibt es die Realität. Eine Geschichte erscheint in unterschiedlichem Licht, je nachdem, wo man beginnt sie zu erzählen. Und wir sind vergesslich. Das iranische Verhältnis zum Westen versteht nur, wer den von CIA und MI6 eingefädelten Sturz des demokratischen Ministerpräsidenten Mossadegh im Jahr 1953 berücksichtigt. Ohne den Irakkrieg von 2003 und die westliche Politik gegenüber Assad in Syrien lässt sich der Erfolg des „Islamischen Staates“ nicht begreifen. Wer wissen will, wie in der Region alles mit allem zusammenhängt, der greife zu diesem Schwarzbuch der westlichen Politik im Orient. (C.H.Beck Verlag)

 

Wie man Freunde gewinnt von Dale Canrnegie

Wie man Freunde gewinnt

„Es geht darin rund um den Erfolg in jeder Hinsicht. Ich selbst bin zwar noch nicht weit gekommen, aber die Menschen die es mir empfohlen haben sagen es ist sehr sehr gut. Auch habe ich schon viel gutes über -Auf der Suche nach sich selbst gehört-„.

Dieses Buch zeigt Ihnen: – wie man Freunde gewinnt – wie man auf neuen Wegen zu neuen Zielen gelangt – wie man beliebt wird – wie man seine Umwelt beeinflußt – wie man mehr Ansehen erlangt – wie man im Beruf erfolgreicher wird – wie man Streit vermeidet – wie man ein guter Redner und brillanter Gesellschafter wird – wie man den Charakter seiner Mitmenschen erkennt – wie man seine Mitarbeiter anspornt und vieles mehr… (S.Fischer)

Dann bin ich vier weiteren Mädchen begegnet die schon eine ganze Weile nichts mehr außerhalb der Uni gelesen haben. Meistens machen sie das in den Semesterferien, aber wenn die Hausarbeiten warten kümmern sie sich lieber darum. Von denen sollte ich mir mal eine oder zwei Scheiben abschneiden. Am nächsten Gruppentisch saßen 4 Jungs. Ich war fast soweit vorbeizulaufen, weil ich das Vorurteil „Jungs lesen nicht“ im Kopf hatte. Jedoch nur für wenige Sekunden. Alle waren sich einig, dass sie wenig lesen und einer hat einfach alles aufgezählt was er je gelesen hat (Eragon, Grimm…). Einer hat mir seine Uni-Bücher empfohlen (Statistik) und dazu gesagt „Sie sind fast gut.“ Dennoch wurde mir lauthals ein Buch mitgeteilt, dass ich euch nun vorstelle.

 

Der Mann mit der Ledertasche von Charles Bukowski

Mann mit der Ledertasche

„Es geht um einen Mann der bei der Post arbeitet und es hasst. Jeden Tag betrinkt er sich und fickt sich durch die Gegend. Es ist zynisch und gut geschrieben“

Der Briefträger Henry Chinaski alias Charles Bukowski bleibt unsittlich: Er legt sich mit seinem Vorgesetzten an, säuft, wettet und versucht erfolglos, eine dauerhafte sexuelle Beziehung aufzubauen. Schließlich quittiert er den Dienst, um einen Roman zu schreiben. (kiwi)

Das hat bei seinen Freunden ein kollektives Grölen ausgelöst, daraufhin bekam ich folgendes Buch empfohlen-

 

Das Playbook von Barney Stinson

„Habe ich mal gelesen. Ist sehr gut und nur allen zu empfehlen.“ – Stellt euch hier ein ironisches Zwinkern vor bei dem ihr nicht sicher seid, ob es nicht doch ernst gemeint sein könnte. (riva)

Zuletzt bin ich wieder auf zwei Mädchen gestoßen deren letztes Buch eines für die Uni war. Ich habe es trotzdem mit aufgenommen, weil es ein Roman ist.

Völkerwanderung von Doug Saunders

Die neue Völkerwanderung – Arrival City

„Das haben wir wohl beide als letztes gelesen. Es war ganz gut und der Schreibstil ist erstaunlich flüßig.“

Ein Drittel der Weltbevölkerung ist unterwegs und zieht – über Grenzen und Kontinente hinweg – vom Land in die Städte. Doug Saunders hat in über zwanzig Ankunftsorten der großen Städte recherchiert und mit den Menschen über ihre Erfahrungen gesprochen. Wo die »Arrival City« scheitert, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zur Brutstätte von Kriminalität und Extremismus, zum Elendsviertel. Doch wo Ankunft und Aufnahme gelingen, entsteht eine neue Mittelschicht, die zum sozialen Frieden beiträgt und die Wirtschaft stabilisiert. (Pantheon)


So das wars auch schon wieder für den Februar. Kennt ihr die Bücher? Ich kannte kein einziges davon, mal abgesehen vom Playbook. Diese Auswahl hat sich doch sehr von der letzten unterschieden. Weniger Fantasy, mehr informatives. Man merkt tatsächlich, dass ich in einer Uni-Bib unterwegs war.
Nocheinmal bitte ich euch um eine kurze Rückmeldung darüber, wie ich diesen Beitrag gestaltet habe. Das letzte Mal habe ich euch einfach die Bücher hingeklatscht mit Zitaten der Leser und der Inhaltsangabe der Verlage.
Da ich die Studenten nicht zu lange aufhalten wollte, habe ich nicht nach ihren Lieblingsbüchern oder Genres gefragt, sondern das Modell von Januar beibehalten. Allerdings habe ich euch heute über meine Schulter schauen lassen? Wie fandet ihr das? Ganz in Ordnung oder eher nervig? Ich freue mich über eure Kritik.

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5 Gedanken zu “[Greet and Read] In der Uni-Bib

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