[Buchrezension] Checkmate von Kennedy Fox

ThisIs´WarLove.pngQuelle: amazon.de

Ich war auf der Suche nach einem kurzweiligen Lesevergnügen das mich zum schmelzen bringt. Stattdessen bin ich an Checkmate hängen geblieben und das ist genau das Gegenteil von dem was ich eigentlich wollten, aber…

Inhalt: Viola studiert und lebt auf dem Campus. Da ihr Bruder allerdings nicht weit entfernt zusammen mit seinem besten Freund wohnt, ist sie dort zugegen, wenn sie ihre Wäsche waschen muss oder einfach ein wenig Abstand von der Partyszene braucht. Die Semesterferien stehen bevor und der Campus schließt in der Zeit. Ein Glück hat Violas Bruder ihr angeboten bei ihm zu wohnen. Leider hat er vergessen zu erzählen, dass er gar nicht da ist und sie alleine mit Travis sein wird. Travis, den sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Travis, in den sie als Teenager total verschossen war, Travis, der es sich so dermaßen vermauert hat, dass sie in seither abgrundtief hasst und ihn beleidigt sobald sie ihn sieht. Das werden zwei sehr lange Wochen.

Meinung: Wie schon erwähnt ist das alles andere als eine putzige, schnulzige Geschichte. Viola hegt tatsächlich eine tiefe Abneigung gegen diesen Typen und am Anfang ist dem Leser nicht klar wie daraus jemals Liebe werden kann. Ihr wird schlecht, wenn sie ihn sieht. Sie beleidigt ihn. Redet ihn überall schlecht und keiner weiß wirklich warum. Denn als Kinder waren sie gute Freunde. Ich fand es ziemlich gut, dass nicht ersichtlich war weshalb sich ihr Verhalten so sehr verändert hat. Man konnte zwar spekulieren, aber je näher man die beiden kennengelernt hat, desto unwahrscheinlicher wurde jede Möglichkeit die man sich ausgedacht hat.

Hier passt das Stichwort „Was sich liebt das neckt sich“ wie die Faust aufs Auge. Auch als sie sich hin und wieder körperlich nahe kommen, herrscht emotional noch immer eine rießige Kluft zwischen ihnen. Die Vergangenheit. Insgesamt war das eine sehr kühle Atmosphäre dort. Da würden mir andere bestimmt lauthalt widersprechen, eben weil sie sich beide attraktiv finden und einige Male miteinander schlafen, aber bei denen gibt es kein Vertrauen. Keine positiven Gefühle, wie hat es ein Charakter noch gleich genannt „Hate-Fucking“. Ich persönlich finde das ja ziemlich abstoßend.

Natürlich hat sich Viola in das was passiert ist hineingeteigert ohne Ende. Jeder wäre verletzt gewesen und vielleicht hätte es sogar bei einigen einen bleibende negative Einstellung zu sich selbst erzeugt, aber darüber Jahre hinweg so auszurasten… übertrieben unrealistisch.

Worauf ich total stehe ist, wenn die Kerle in den Büchern besitzergreifend werden. Das ist meistens einfach super süß und unerwartet. Soe wie hier. Zumindest solange bis Travis wieder mit einer anderen rummacht. Was uns auch schon zum nächten Punkt bringt. Während des ganzen Buches sind die beiden nicht zusammen. Das bedeutet keine Exklusivität. Das heißt theoretisch geht Travis nicht fremd, wenn er öfters mal mit jemand anderem ins Bett steigt. allerdings schaufelt er sich damit bei Viola immer wieder sein eigenes Grab.

Es ist eine nervige Teufelsspirale. Manchmal dachte ich Viola muss schwanger sein, weil sie wegen den kleinsten Dingen ausgereastet ist und im nächsten Moment zusammengekauert in der Ecke geweint hat. Solche Stimmungsschwankungen kann man einfach niemandem abkaufen.

So schlecht ich jetzt alles geredet habe ist es allerdings nicht. Das Buch hat richtig gute Phasen, in denen ich extra langsam gelesen habe, weil ich nicht wollte das gleich einer von den beiden wieder alles gegen die Wand rennt. Leider sind diese Phasen zu kurz gekommen.

Da dies eine Duologie ist, endet „This is war“ natürlich mit einem üblen Cliffhanger der den ganzen Fortschritt den die beiden gemacht haben wieder verwerfen könnte. Doch dieses Ende wird mich nicht dazu bewegen, denn zweiten Band zu kaufen, weil ich ziemlich sicher bin, dass es im zweiten Band einfach genau so weitergehen wird wie es hier aufgehört hat und solche Liebesgeschichten sind einfach nicht meine Vorstellung von entspannten Lesenachmittagen.

Sprache: Es war einfach zu folgen. Keine Fremdwörter, nur sehr viele Schimpfwörter 🙂 . Wen das alles nicht stört und solche krassen Lovestories gerne hat, kann das Buch ohne bedenken lesen, auch wenn er vorher noch nie etwas englisches gelesen hat. Das Schulwissen sollte genügen um hier zu folgen.


Preis: 3,71
Seitenanzahl: 414
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

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