[Buchrezension] Das Einzige, was jetzt noch zählt von Agnès Ledig

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Endlich konnte ich das Buch lesen, das ich gewonnen habe. War wahnsinnig gespannt wie die Geschichte sich entwickeln wird.

Inhalt: Ein Feuerwehrmann wird eingeliefert. Es ist ein Wunder das er überlebt. Doch sein Heilungsprozess wird langwierig und schwer werden. Juliette, seine Krankenschwester, beginnt sich mehr als es ihre Aufgabe ist um ihn zu kümmern. Und er kann sich nicht vorstellen ohne sie weiter zu kämpfen. Die Realität holt sie ein. Sie ist verheiratet und gute 10 Jahre älter als er. Sie müssen herausfinden was das Einzige ist was jetzt noch zählt.

Meinung: Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und realistisch. Sie haben ihre Macken und Fehler, ihre Schwachstellen und wunden Punkte. Es wird nichts beschönigt. Das hat es wahnsinnig schwer gemacht das Buch zu lesen. Andauernd musste ich angewidert das Gesicht verziehen, konnte nicht Glauben, was dort passiert. Musste beschämt zur Seite blicken und die Tränen unter Kontrolle bringen.

Noch nie hat mich ein Buch… so fertig gemacht. Emotional war ich danach ein Wrack (Ich hab im Zug nach Hause gesessen, mit tränenverschmierten Wangen, nicht unbedingt angenehm). Noch nie war ich so froh ein Buch endlich zu Ende gelesen zu haben. „Jetzt kann nichts mehr passieren.“, habe ich gedacht. „Sie ist ihren Ex endlich losgeworden und er hat die Reha gut überstanden sowie seinen Lebenswillen wieder gefunden.“

Eine spannende Wendung war, dass die Autorin einen drei Jahres-Sprung gemacht hat. In der Zeit hat sich so vieles verändert und nicht nur zum Guten. Das Buch… ich kann ehrlich sagen, ich werde es nie wieder lesen. Das tue ich mir nicht noch mal an. Auch ein sehr ernstes Thema ist der Altersunterschied. Nicht nur zwischen den Hauptcharakteren (SIE älter als ER), sondern auch bei der Beziehung seiner kleinen Schwester (ER gute 10 Jahre älter als SIE, die 14-Jährige).

Ich glaube ich muss nicht mehr groß erwähnen, das dieses Buch auf eine Art grausam war, die ich nicht näher beschreiben will oder kann. Die Autorin hat dem Leser selten Pausen zum Luft holen gegeben und die Gefühle der Charaktere wenig bis gar nicht beschrieben. Die Beschreibungen klingen so kalkulierend, abgebrüht, kalt, nüchtern… soziopathisch. Das hat mich verrückt gemacht.

Oder vielleicht war ich auch so sehr damit beschäftigt die schlimmen Szenen hinter mich zu bringen, dass ich Gefühlsbeschreibunge der Charaktere nicht wahr genommen habe.

So etwas kann ich nicht guten Gewissens weiter empfehlen. Das Buch ist grausam. Nicht vom Schreibstil , der Ausarbeitung oder der Idee her, sondern weil es mich auf eine ungute Weise so mitgenommen hat. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie es anderen mit dem Buch ergangen ist und ob es nur bei mir so angekommen ist. Doch weil es eben bei mir so etwas ausgelöst hat, will ich nicht die Chance eingehen, das andere sich ebenfalls so fühlen.


Verlag: dtv
Seitenzahl: 356
Preis: 14,90

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