[Buchrezension] Heiße Fänge von G.A. Aiken

Kommen wir zum anderen Buch, dass es beim Bücherflohmarkt in mein Bücherreich geschafft hat. Das war jetzt mein drittes Buch von der Autorin und hiermit entscheide ich, ob ich weiterhin Geschichten von ihr lesen werde oder nicht. Oh, ich erwähne mal schon an dieser Stelle das es um Gestaltwandler und Liebe geht, das könnte im Folgenden etwas untergehen.

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Inhalt: Cella und Crush haben es mit den Jelly-Shots eindeutig übertrieben. Zusammen wachen sie nackt in einem Bett auf. Crush kann sich an nichts erinnern und das hasst er. Genau wie alles andere das nicht nach Plan verläuft oder Veränderung bedeutet. Cella macht sich einen Scherz daraus dem Cop weiß zu machen, sie hätten etwas miteinander gehabt und dafür hat sie ihre kleine Tochter alleine daheim gelassen.
Der Bär verschwindet so schnell er kann, muss jedoch später feststellen, dass sein neuer Arbeitsplatz (er wurde versetzt) gleichzeitig der von Cella ist und die kann es einfach nicht lassen und neckt ihn regelmäßig in Tobsuchtsanfälle.

Meinung: Hört sich doch super an, denkt ihr? Ich war nach der ersten Szene verführt das Buch in meinem Schrank verschwinden zu lassen und für den Rest meines Lebens so zu tun als ob ich es gelesen hätte. Mit großen Überredungskünsten meinerseits habe ich es dann doch geschafft weiter zu lesen.

Was mich abgeschreckt hat? Cella! Die Frau hat keine Ahnung wo ein Scherz beginnt nicht mehr lustig zu sein. Jemandem zu sagen, dass sie ihre kleine Tochter, die sich nicht selbst verpflegen kann, weil sie nocht nicht laufen kann, über Nacht zwischen ihre Kippen und Alkoholflaschen hat spielen lassen und das nicht das erste Mal ist, ist NICHT lustig. Niemals. In keinem Kontext. Und die lacht sich schlapp und löst das ganze noch nicht mal auf. Scheußlich. Einfach nur widerwertig.

Aber ich habe ja weitergelesen und Cella wird nicht besser. Die Frau erzählt jedem sie seinen Verlobt, bugsiert ihn unter Vorwand zu Familienevents, dabei kann sie ihn nicht mal richtig leiden. NICHT normal. Crush ist ein Bär nach meinem Geschmack. Brummig und seine Routine liebend.

Die Familie von Cella ist ein seltsamer Haufen, der wieder eine große Rolle spielt. Die Familie hat in den anderen beiden Büchern von Aiken ebenfalls viele „Sendezeit“ bekommen. Allerdings sind ebenfalls die Charaktere extrem überspitzt dargestellt. Sehr stereotypisch und auf Vorurteilen beruht. Das ist etwas, dass ich schon öfter bei amerikanischen Liebesgeschichten festgestellt habe. Das Eigenschaften und Vorurteile bestimmten Menschen gegenüber extrem überzogen dargestellt werden. Es ist manchmal schon richtig beleidigend und an anderen Stellen zum wegwerfern, aber auf jeden Fall ist klar, dass die Realität solche Menschen nicht beherbergt.

Die Beziehung zwischen Cella und ihrer 18-Jährigen Tochter ist ähnlich wie bei Gilmore Girls. Die Serie habe ich zwar nie gesehen, aber es ist allgemein bekannt, das die Mutter eher das Kind ist und das Kind, die verantwortungsbewusste Mutter sein könnte.

An dieser Stelle muss ich einfach anmerken, dass meine Punkte die ich hier anspreche exakt die gleichen sind wie bei Fesselnde Jagd sind. Etwas das ich ebenfalls nochmal hervorheben möchte und auch in der anderen Rezension erwähnt habe, ist das die Liebesgeschichte eigentlich im Hintergrund steht, dabei verspricht die Inhaltsangabe genau das. Auch sind hier wieder die Übergänge von Hass auf Liebe von 0 auf 100 in wenigen Sekunden geschehen. Nicht unbedingt glaubwürdig oder aber man soll SEHR stark zwischen den Zeilen lesen und quasi ganze Kapitel dazu erfinden.

Kommen wir mal zu den positiven Dingen, die mir aufgefallen sind. Es sind ein paar echt wahnwitzige Dialoge zu lesen. Unglaublich wie sehr man jemanden mit so wenigen Worten dermaßen zum Lachen bringen kann. Wenn ich mich nicht gerade geärgert habe, habe ich eigentlich nur geschmunzelt und den Kopf geschüttelt. Zwischen hysterischen Lachanfällen.

Insgesamt muss ich also zugeben, dass die Autorin mich leider nicht überzeugen konnte und nicht mehr von mir gekauft wird. Obwohl ich bei allen Büchern die ich von ihr gelesen habe, sehr gelacht habe und erstaunt darüber war wie sehr ich es mag, wenn mehrere Generationen im Spiel sind, sind es die falschen Versprechungen der Inhaltsangabe die mich aus dem Konzept bringen.

Speziell zu dem Buch: Es ist auf jeden Fall mit einer Menge Humor gefüllt. Die Frage ist allerdings, ob es der Humor ist den man auch leiden kann. Ich empfehle es jedenfalls nicht weiter.


Verlag: Piper
Seitenanzahl: 448
Preis: 9,99 Euro (Auf dem flohmarkt allerdings für 1,50 erworben)

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