[Buchrezension] Fesselnde Jagd von G.A. Aiken

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Wieder einmal ein Buch über Gestaltwandler gelesen. Das hat sich in letzter Zeit gehäuft, zumidest fühlt es sich von meiner Warte aus so an. Ich habe schon ein Buch aus der Reihe beziehungsweise war es ein 2in1 Buch. Eines der beiden war… nicht gut geschrieben und das andere umwerfend süß. Eine feste Meinung über die Autorin habe ich vor dem Buch also noch nicht gehabt.

Inhalt: Toni hat um die 10 Geschwister. Das passiert, wenn man eine hungrige Schakalinen als Mutter hat. Sieist die älteste und kümmert sich um die frechen Rotzgören. Das ist gar nicht so einfach, denn jedes ihrer Geschwister ist ein Wunderkind. Das bedeutet sie sind schon im geringen Alter sehr altklug und besser als es manche Künstler/Wissenschaftler je werden. Das bedeutet auch sie sind frech, unverschämt und haben keinen Respekt.
Ricky kann Toni nicht in Ruhe lassen. Der Sicherheitsexperte weicht ihr nicht mehr von der Seite. Das liegt nicht nur daran, dass er sie gerne näher kennen lernen möchte. Die Familie voller Wunderkinder schwebt in Gefahr. Nur welche das genau ist müssen sie erst noch herausfinden.

Meinung: Der Anfang war ziemlich gut. Die Kinder sind wirklich außerfewöhnliche Charaktere und einfach zum knuddeln und wegschmeißen (natürlich vor lachen). Man kann ihnen einfach nichts übel nehmen, dabei sollte man sie an den Ohren durchs Haus schleifen (metaphorisch gesprochen). Die Feinheiten sind sehr gut dargestellt und lassen die Familie, trotz der unrealistischen Antahl an Wunderkindern, total realistisch aussehen.

Was ich auch jedes Mal auf neue genial finde ist, wenn der Typ anhänglich ist. Weil es eben normalerweise die Frau ist die sich entschuldigen muss, weil das Ego des Kerls so groß ist das gleich ein Streit vom Zaun bricht. Jedenfalls ist Ricky ein richtig netter. Zuvorkommend und ein wenig beschützerisch. Leider ist er sonst ein wenig blass geblieben. Sein Job, seine Freunde, seine Familie kommen nur in kurzen Abschnitten vor oder werden in einem Nebensatz erwähnt.

Die Konzentration liegt ganz allein auf Toni. Die in ihrem Leben nichts weiter gemacht hat, als ob ihre Geschwister acht zu geben. Im Buch findet sie einen Job und muss verstehen das sie damit nicht ihre Familie im Stich lässt. Dieses Figur ist fabelhaft gelungen. Es findet eine Entwicklung statt, die jeder durchmachen muss. Loyalität der Familie gegenüber und den Wunsch Karriere zu machen, sowie aus dem Elternhaus ausziehen und sich auf eine feste Beziehung einlassen. Alles Schritte die jeder von uns kennenlernt und sehr gut dargestellt wurden.

Ebenfalls gelungen ist die Überleitung von „Ich habe keine Ausbildung“ und „Sie sind die perfekte Person für diesen Job und besser qualifiziert als andere Bewerber“. Den es zählt nicht immer nur dein Abschluss oder deine Ausbildung (in Deutschland wäre speziell dieser Extremfall nicht möglich, aber weicher gezeichnet bestimmt). Die Betreuung der zickigen Kinder hat sie perfekt dazu qualifiziert die Termine für eine Horde eingebildeter Sportler zu übernehmen. Die führen sich ähnlich auf. Nicht alles im Leben muss mit einem Stempel abgesegnet werden, damit es als Erfahrung gilt. Das war eigentlich das allerbeste an diesem Buch.

Denn die Liebesgeschichte hinkt. Es gibt wenig Zweisamkeit. Plötzlich küssen sie sich. 2Tage später will er sie für immer bei sich haben und sie leugnet das Ganze und macht daraus „Freundschaft plus“ bis zum bitteren Ende zieht sie das durch. Ganz am Ende knickt sie natürlich ein. Aber das war nicht flüssig dargestellt. Es hat gehakt und geruckelt. Leider nicht unbedingt glaubwürdig.

Auch die „Gefahrenquelle“ hat man ziemlich schnell herausgefunden. Das warum allerdings blieb bis zur Aufklärung für mich unbekannt. Ein weiterer Pluspunkt.

Der gleich wieder abgezogen wird, weil es zwar um Gestaltwandler geht, sie sich jedoch nicht unbedingt verwandlen. Sie reden zwar von „mein Wolf verlangt freigelassen zu werden“ „mein Wolf will sich in ihrem Geruch suhlen“, zum Vorschein kommen sie leider nicht.

Letztendlich kann ich das Buch niemandem empfehlen der eine gute Liebesgeschichte erwartet. Da gibt es einfach nicht genug her. Andererseits habe ich das Buch super gerne gelesen und das liegt an den 10 Wunderkindern die jede Menge Schwung in die Erzählung bringen. Auch die inneren Zerreisproben von Toni haben mich zum weiterlesen animiert. Eigentlich vergebe ich keine Sterne, aber ich bin so unentschlossen wie ich mein kleines Fazit gestalten soll, dass ich dieses Mal ein Auge zudrücke.

3 von 5 Sternen

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