Sing down the Stars von L.J.Hatton

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Goodreads hat mir verraten, dass ich dieses Buch vor 164 Tagen angefangen habe (das war vor einer Woche). Da dachte ich mir, dieses Buch hat es verdient von mir auch zu Ende gelesen zu werden. Das habe ich jetzt getan und muss mich überrascht geben.

Inhalt: Vor 15 oder 16 Jahren sind Wesen aufgetaucht und haben den Himmel bedeckt. Wesen die aussahen wie Quallen. Alle hatten wahnsinnige Angst und niemand wusste was sie wollen. Ein Jahr lang blieben sie am Himmbel, bevor sie einfach wieder verschwunden sind.
Die Erleichterung darüber hielt nicht lange an. Bald sind Kinder geboren worden mit Fähigkeiten, die keiner kontrollieren konnte. Also wurden Kinder die Anzeichen zeigen von den Wesen „berührt“ worden zu sein eingesammelt, weggesperrt.
Bisher sind nur Mädchen betroffen gewesen und niemand hat mehr als 4 Mädchen geboren und diese tragen dann die Fähigkeit Wasser, Feuer, Luft und Erde zu kontrollieren.
Penn ist ein fünftes Mädchen und sie hat die Fähigkeit die Sterne vom Himmel zu holen. Die regierung findet es heraus und ein Countdown beginnt.

Meinung:Wie ihr merkt ist das Buch extrem komplex. Ich habe nicht mal die Hälfte von dem erklärt was man an Wissen braucht um der Handlung zu folgen. Hoffentlich versteht ihr den groben Zusammenhang und ich verheddere mich hier nicht allzu sehr.
Penn ist das 5. Kind. Sie und ihre Geschwister haben zusammen mit ihrem Vater einen Zirkus. So sind sie ständig auf Achse und nicht so leicht zu verfolgen. Bis bei ihrer Show alles schief zu laufen scheint.

Man fällt in das Buch hinein. Es fängt irgendwo mittendrin an. Trotzdem hat es die Autorin geschafft immer wieder genug Information einzubetten, dass man nicht mit einem Fragezeichen aufblickt und nichts versteht. In dieser Welt ist das echt eine fantastische Leistung.

Allerdings kann meine keine Luft holen. Kaum ist ein kleiner Schritt in Richtung Sicherheit gemacht, steht das nächste Problem vor der Tür. Da gibt es eine Szene in der sie einen Mantel von ihrem Vater anhat der in Raum und Zeit springen kann. Da springt sie dann von einem Gefängnis, in eine Falle der Regierung, dann in sowas wie ein BootCamp, nebenbei macht sie das dann auch dem Erdboden gleich, nur um bei ihrem nächsten Sprung bei einem Sammler zu landen (er sammelt so außergeöhnliche Leute wie Penn). Wie viel Zeit dabei vergangen ist wird auch nicht erklärt. Sind es Tage? Oder nur stunden gewesen? Oder sogar eine Woche?

Um nochmal kurz auf den Mantel zu kommen. Das Buch hat einige Steam Punk Elemente, bedeutet mit Schrauben und Öl kann „lebendiges, unmögliches“ geschaffen werden.

Die 5 Geschwister sind total unterschiedlich und auch ihre Freunde haben einen Wiedererkennungswert. So kann man genau erkennen wer in einer Diskussion gerade redet, obwohl die Autorin nicht sofort erwähnt von wem der Einwand stammt. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Vor Allem Klok, ein Mensch-Roboter oder Roboter-Mensch, und Birch sind fantastische Charaktere. Klok kann nicht reden und hat einen Monitor am Hals auf dem steht was er sagen möchte, dabei zeigt sein Gesicht Emotion. Sogar ein wenig Humor hat er, doch meistens versteht er Sarkasmus nicht so ganz. Eine wirklich komplexe Persönlichkeit genau wie Birch. Er hat sein ganzes Leben lang bei dem Sammler gelebt und findet es normal und gut das er Armbänder trägt die ihn kontrollieren können. Eine Person die nichts anderes als dieses Leben kennt und es sogar würdigt und lobt. Dabei merkt man wie verdreht seine Psyche ist und selbst langsam kapiert was er die letzten Jahre ausgesetzt war. Die Verwandlung ist so langsam voran gegangen das ich es am Anfang gar nicht gemerkt habe und dann war er plötzlich ein Held.

Das ganze Konzept ist eine originelle Idee für die man locker noch 200 Seiten mehr hätte gebrauchen können für den gleichen Inhalt. Es war eben alles sehr gequetscht. Ich konnte es so nicht genießen. Man konnte auch nicht allzu lange lesen, weil es extrem angestrengt hat, sofort umzuschalten, die Situation neu zu analysieren, weil ein neues Detail aufploppt. Irgendwann, bei ca. 3/4 des Buch kommt noch eine Verschwörung dazu die gar keinen Platz mehr hatte.

Ein wundervolles Buch, dass mehr Inhalt hat als es benötigt und kaum Fragen beantwortet. Ich habe eben mal schnell geschaut und gesehen, dass es einen zweiten Teil gibt „Call forth the Waves“. Werde es mir allerdings nicht kaufen aus den eben genannten Gründen. Es stört mich nicht, wenn ich nachdenken muss um dem Handlungsstrang zu folgen. Aber ein paar Seiten die man vielleicht auch mal entspannen kann, können nicht schaden.

Wie fasse ich das jetzt am Besten zusammen?
Sing down the Stars ist ein Buch mit einer Menge guter Ideen, die auch sehr gut umgesetzt wurden. Der Stoff hätte jedoch noch ein paar mehr Seiten gebraucht um sich richtig zu entfalten. Die Charaktere sind super ausgearbeitet und die Schicksale sehr verschieden. Es hat mich nicht einmal gestört, dass es keine kleine Romanze gab und das hat bei mir echt was zu heißen 😀 .Leider kann ich es nicht weiterempfehlen. Zumindest nicht auf englisch und auf deutsch gibt es noch keine Angaben, ob es hier erscheinen wird.

Sprache: So wie das ganze Buch klomplex und schwierig. Die Autorin hat einen schönen beschreibenden Schreibstil, aber es kommen jede Menge Fremdwörter, erfundene Wörter und Synonyme darin vor die verwirren. Auf Englisch weniger zu empfehlen.

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