Cinder by Marissa Meyer

wpid-20150804_160749.jpg

Cinder ist Aschenputtel aus der Zukunft. Eine Geschichte die euch über die letzte Seite hinaus begleiten wird. Auch auf deutsch im Handel unter: Wie Mond so silber. Das englische Cover finde ich jedoch ansprechender.

Inhalt: Cinder ist ein 16-jähriges Mädchen. Als Kleinkind war sie in einem Autounfall verwickelt. Ohne die mechanischen Teile wäre sie damals gestorben. Doch jemand hat sie gerettet. Heute ist sie ein halber Cyborg. Sie hat keine Tränendrüsen mehr, eines ihrer Beine ist nur noch Maschine und das ist nur der Anfang. Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Töchtern. In der Mall arbeitet sie als Mechanikern.
Roboter sind heutzutage normal und ein Teil des Haushalts. Auch Cyborgs haben ihren Weg in die Zivilisation gefunden, auch wenn sie nicht sonderlich von den Menschen gemocht werden. Die Welt steht unter Monarchie und der Mond ist bevölkert. Ihr habt richtig gelesen, der Mond ist schon seit langer Zeit bevölkert. Die Mond-Menschen haben besondere Fähigkiten, sie können die Menschen blenden. Sie können uns ein Bild zeigen das es gar nicht gibt, uns glauben lassen das sie unsterblich hünsch sind und uns somit kontrollieren. Die Königin der Mond-Menschen will den Prinz heiraten. Das hat viel zu komplizierte Gründe um das kurz zusammen zu fassen.
Auf der Erde gibt es eine gefährliche Seuch die innerhalb weniger Tage zum Tod führt, eine Seuche die die Mond-Bewohner mitgebracht haben. Nach einem Heilmittel wird händerringend geducht und dafür brauchen sie Versuchskaninchen. Für gewöhnlich sind das arme Menschen die ihren Familien helfen wollen zu überleben oder Hausmädchen. Ist doch praktisch, du feuerst sie und bekommt gleich noch Geld für eine neue, wenn du sie verkaufst. Gilt allerdings nur, wenn die Chefin auch das Mädchen besitzt.
Jedenfalls schleicht sich der Prinz raus, weil sein Roboter kaputt ist, an dem er wirklich sehr hängt. Er bringt ihn zu Cinder und die beiden verstehen sich auf anhieb.
Cinder stellt einige Dinge an und wird kurzerhand verkauft. Auf dem Weg ins Labor, das neben dem Schloss liegt, trifft sie den Prinzen wieder und er lädt sie zu seinem Ball ein. Sie lehnt höflich ab, weil sie weiß das sie nicht mehr lange zu leben hat.
Doch ein Wunder geschieht. Obwohl Cinder mit der Seuche vollgepumpt wird und das angebliche Heilmittel, das nicht wirkt, injeziert bekommt, überlebt sie.
Das ist der Beginn eines Krieges der die Geschichte von Cinderella (später auch Rapunzel und Rotkäppchen) neu schreibt.

Meinung: Ich muss gestehen, ich habs nur wegen des Covers gekauft. Der menschliche aussehende Fuß in einem roten Pump und das durchschimmernde Metall als Knochenersatz. Hat mich magisch angezogen und natürlich der Titel. Ich liebe Cinderella (ich glaube das kann ich nicht oft genug erwähnen). Schwubs lag es in meinem Einkaufskorb und war bereit verschlungen zu werden.
Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist keine übertriebene Schnulze und Cinder kein hilfloses Mädchen das nur auf ihren Ritter wartet. Sie hat einen starken Willen und einen Sturkopf, der ihr oft aus der Patsche hilft, aber sie in diese Situationen hineinbefördert.
Der Prinz ist auf dem Boden der Tatsachen und kein hochnäsiger Schnösel. Obwohl er manchmal etwas kindlicher erscheint als Cinder, das verringert seinen Charme nicht. Auch die liebe zu einer ihrer Stiefschwestern ist erfrischend und die mechanischen Nebencharaktere verleihen dem ganzen ein gewisses Flair. Die Stiefmutter spielt keine allzu große Rolle, die Böse hier ist die Mond-Königin. Einige Aspekte der Originalgeschichte sind abgeändert, aber KINDER das Buch ist nahezu perfekt.
Nahe zu, denn (SPOILER-ALARM) diese Geschichte hat kein Happy-End. Cinder landet im Gefängnis und der Prinz verlobt sich mit einer anderen.
Zum Glück gibt es noch weitere Teile die ihr nicht verpassen solltet.

Sprache/Aufbau: Die Sicht ist hauptsächlich aus der von Cinder  geschildert. Doch ein paar Seiten bekommen wir auch die Gedanken des Prinzen und anderen Charakteren zu sehen. Da dieses Buch mit Szenarien arbeitet die es in der realen Welt nicht gibt, kommt euch wahrscheinlich hin und wieder ein Wort über den Weg das ihr noch nicht kennt. Bei der Version die ich habe hat man auch einen 1.5 Zeilenabstand eingefügt, dass macht das Lesen für das ungewohnt Englische ein wenig einfacher.
Ich würde es nicht als Einsteiger-Buch in die englische Literatur empfehlen, aber als drittes oder viertes Buch ist es perfekt.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.