Philosophische Fragen

Ich studiere  im Nebenfach Philosophie (2.Semester) und ich muss euch sagen, die machen sich über Dinge Gedanken…
Lasst mich euch zwei Probleme vorstellen, die einem immer wieder über den Weg laufen.

1. Trolley-Problem
Hierbei handelt es sich um ein Problem auf den Gleisen. Stellt euch vor das sich Zuggleisen an einer Stelle gabeln. Entweder der Zug fährt nach links oder recht s.
Auf der linken Seite liegen nun 5 Personen gefesselt auf den Schienen. Rechts liegt eine Person gefesselt.
Ein Zug kommt angerauscht, der Schaffner hat die Kontrolle verloren und die Bremsen funktionieren nicht. Momentan sind die Gleisen so eingestellt, dass sie die 5 Menschen umbringt.
Jetzt kommst DU ins Spiel. Du stehst neben dem Schalter. Du könntest den Schalter und damit die Gleisen umlenken, sodass nur eine Person sterben muss anstatt eine. Den eines steht fest, es können nicht beide ‚Gruppen‘ gerettet  werden.
Was würdet ihr machen? Die 5 sterben lassen oder einen sterben lassen und 5 retten?
Die Frage versucht man mit  verschiedenen philsophischen Einstellungen zu beantworten. Handelt man wie ein Utilitarist (die Gesamtsumme des Glückes zählt, 5 Menschen bringen mehr glück in die Welt als einer bzw, weniger schlechte Konsequenzen) oder handelt man wie ein Deontologist (der Tod des einen ist eine unbeabsichtigte Folge, wenn man die 5 retten will, obwohl hier häufig an die Pflicht ‚Du darfst nicht töten‘ appeliert wird)

2. Fetter-Mann-Problem
Wieder geht es um einen Zug. Diesmal gibt es jedoch keine Weichen zum umstellen. Der Zug fährt unmittelbar auf die 5 gefesselten Personen zu.
DU stehst auf einer Brücke und siehst den Zug schon von weitem und erkennst das da etwas nicht stimmt. Mit dir auf der Brücke steht ein „Fetter Mann“, wenn du ihn von der Brücke wirfst könntest du den Zug anhalten und die 5 retten. Welche Entscheidung triffst du diesmal? Mal abgeshen davon, dass der Mann schon ein ziemliches Gewicht haben muss und du dazu in der Lage bist ihn über die Brüstung zu bekommen.

Man glaubt es liege daran, dass man bei dem ersten Problem nicht  ‚aktiv‘ handelt. Ma fasst die Person nicht an. Es erscheint surreal. Man opfert diese Person.
Bei dem zweiten Problem hat man Körperkontakt. Man fühlt die Schuld nach der Handlung mehr. Man benutzt den Mann als Werkzeug nur weil er dick ist.

Damit verbringe ich meine Tage. Kommt schon, ihr müsst zugeben das ist ein Unterschied zu den langweiligen Vorlesungen von denen ich immer zu hören bekomme.

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